Ratgeber Migräne
Informationen für Betroffene und Angehörige
Therapie
Das Ziel einer Migränetherapie ist es, die Zahl der Anfälle zu reduzieren und die Intensität der Symptome zu mildern. Zur Behandlung der Kopfschmerzen stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Zum einen können die Patienten auf allgemeine Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) zurückgreifen. Zum anderen gibt es Medikamente, die speziell zur Behandlung von Migräne gedacht sind. Dazu gehören u. a. verschiedene Triptane wie Naratriptan oder Eletriptan. Triptane wirken stimulierend auf spezielle Rezeptoren. Sie können entweder als Tabletten, als Sprays oder über Spritzen verabreicht werden. Des Weiteren können sog. Mutterkornalkaloide helfen, deren Wirkung bei Migräne bereits seit über 100 Jahren dokumentiert ist.
Behandlung von Begleitsymptomen
Symptome, die zusätzlich zu den Kopfschmerzen auftreten, können ebenfalls behandelt werden. So helfen bei Übelkeit und Erbrechen i. d. R. sog. Antiemetika. Diese fördern zudem in vielen Fällen die Aufnahme anderer Medikamente über den Darm und können deshalb zusammen mit einem Schmerzmittel dessen Wirksamkeit verbessern.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Je nach Schwere der Erkrankung können verschiedene Medikamente zur Vorbeugung einer Migräne eingesetzt werden. Dabei spielen z. B. Präparate eine Rolle, die eigentlich bei Bluthochdruck (z. B. Beta-Blocker oder diverse Calciumantagonisten) oder gegen Epilepsie (z. B. Valproinsäure) eingesetzt werden. In der akuten Phase hilft es den Betroffenen oft, sich in einem abgedunkelten und ruhigen Raum hinzulegen. Zur Vorbeugung helfen ggf. Entspannungsübungen und/oder die Ausübung leichter Ausdauersportarten.
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