Ratgeber Migräne

Informationen für Betroffene und Angehörige

Migräne

Der Begriff Migräne leitet sich von dem griechischen Wort hemicranion ab und bedeutet soviel wie „halber Schädel“. Diese Begriffswahl lässt bereits auf eines der bei Migräne häufig auftretenden Merkmale schließen: den einseitig auftretenden Kopfschmerz. Die Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen. Neben dem Hauptsymptom, dem Kopfschmerz, kann es zu weiteren verschiedenen Begleiterscheinungen wie z. B. Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Sehstörungen kommen. I. d. R. tritt eine Migräne in unterschiedlichen Abständen in sog. Attacken oder Anfällen auf. Diese können unterschiedlich stark ausfallen.

Zahlen und Fakten

Etwa 10 % der Menschen in Deutschland leiden unter der Erkrankung, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer (ungefähres Verhältnis: 3:1). Migräne kann bereits im Kindesalter auftreten. Bei Erwachsenen betrifft eine Migräne hauptsächlich Menschen, die zwischen 25 und 45 Jahre alt sind.

Krankheitsbilder

Die Kopfschmerzen bei einer Migräne sind i. d. R. halbseitig. Hinzu können verschiedene weitere Symptome kommen, nach denen eine internationale Klassifikation (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems = ICD) ausgerichtet ist. So werden nach dieser Einteilung die „Migräne ohne Aura oder gewöhnliche Migräne“, die „Migräne mit Aura“, der „status migraenosus“, die „komplizierte Migräne“, „sonstige Migräne“ sowie die „Migräne, nicht näher bezeichnet“ unterschieden. Die International Headache Society (IHS) differenziert hingegen sechs verschiedene Migränetypen mit diversen Unterformen. Dabei werden außer Migräne mit und ohne Aura u. a. auch Migräneformen bei Kindern und migräneartige Störungen berücksichtigt (ihs-classification.org).

Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzerkrankungen. Das bedeutet, dass die Migräne die eigentliche Erkrankung ist und ihr keine anderen Ursachen wie Tumoren oder Infektionen zugrunde liegen. Ein Migräneanfall kann sich u. U. in mehrere Phasen gliedern. So gehen der akuten Kopfschmerzphase oft Vorboten und/oder die sog. Aura voraus. Zudem ist eine Rückbildungsphase möglich.

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Migräne-News von Curado.de

  • Neue Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen
    Nicht nur gegen Falten kommt es zum Einsatz, in höherer Dosierung kann das Bakteriengift „Botoliniumtoxin“ bei Patienten mit chronischer Migräne eine sehr effektive Vorbeugung darstellen. Diese neue Hoffnung für Betroffene nähren zwei Veröffentlichungen aus dem renommierten Wissenschaftsjournal „Cephalalgia“. Beide Veröffentlichungen zeigen anhand gut kontrollierter Studien, dass sowohl die monatlichen Tage mit Migräne als auch der Medikamenten-Übergebrauch durch Gabe von Botulinumtoxin durch Injektion in die Kopf- und Nackenmuskulatur signifikant reduziert werden konnte.
  • Nebenwirkungen, nein danke!
    Der gute Ruf pflanzlicher Arzneien begründet sich vor allem in dem Glauben an deren bessere Verträglichkeit und weniger Nebenwirkungen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau". Acht von zehn Deutschen (82,5%) glauben, dass die Bedeutung pflanzlicher Arzneien weiter zunehmen wird.
  • Migräne bleibt häufig nicht allein
    Menschen, die an einer Migräne leiden, sollten ein besonderes Augenmerk auf ihre Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten richten. Sie scheinen in diesem Punkt besonders gefährdet zu sein, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf US-Forscher vom Albert Einstein College of Medicine in New York. Das Risiko von Migräne-Patienten für Herzinfarkt ist diesen Forschungen zufolge doppelt so hoch wie bei gesunden Vergleichspersonen.